"Book on Demand" – "Buch auf Nachfrage" ist eine nun schon einige Jahre bestehende Möglichkeit der Veröffentlichung von Büchern, die es erlaubt, wenige Exemplare – im Extremfall vielleicht nur eines – eines Buches herzustellen. Hatte früher jemand ein Buch verfasst und keinen Verlag dafür gefunden, so konnte er im "Eigenverlag" den Band herausbringen. Das bedeutete nichts anderes, als mit einer Stange Geld die Herstellung einer gewünschten Anzahl in einer Druckerei vorzufinanzieren, auf dass er im schlimmsten Fall auf Jahre kistenweise Bücher im Keller stehen hatte.

Dem Book-on-Demand-Anbieter liefert man eine druckfertige PDF-Datei und schon kann es losgehen. Das Ergebnis, das ein Laie dabei erzielen kann, ist ordentlich, es muss ja auch nicht allerhöchsten Ansprüchen genügen.

Bereits 2004 und 2005 war ich auf diese Möglichkeit gestoßen und hatte sie dazu benutzt, von zwei Büchern Karl Mays, an denen diesem sehr viel gelegen hatte, die aber mindestens wirtschaftlich "Flops" gewesen sind, Reprints herzustellen. Das Interesse daran war nicht nicht da, aber keinesfalls so groß, dass ein Verlag eine regelrechte Auflage davon sich ins Lager hätte legen wollen.

Jüngst nun bemerkte ich, dass die Konditionen sich noch einmal verbessert haben. Das habe ich genutzt und nicht nur eine Neuauflage der May-Bände "Babel und Bibel" und "Himmelsgedanken" veranstaltet, da diese mittlerweile wesentlich preiswerter angeboten werden können, sondern auch Reprints der Erstausgaben der "Schatzinsel", des "Dschungelbuchs" und der "Tropen", eines herausfordernden Romans von Robert Müller, sowie eine Neusatzausgabe davon mit Wort- und Sacherläuterungen, schließlich eine Buchversion meiner Magisterarbeit. Die Preise, davon kann man sich im Preiskalkulator des Verlags überzeugen, sind so gestaltet, dass die Bände möglichst preiswert bleiben und doch nicht "krumm" sind.

Nach dem Roman "Winnetou I", der 2007 als Heft 217 der "Hamburger Lesehefte" erschien, konnte ich nun einen weiteren Karl-May-Roman als Heftbearbeiter betreuen: "Die Sklavenkarawane". Während "Winnetou I" den Schauplatz "Wilder Westen" abdeckt und eine klassische Maysche Ich-Erzählung darstellt, handelt es sich bei der "Sklavenkarawane" um einen von May ausdrücklich für die Jugend geschriebenen, auktorial erzählten Roman, der vor der ersten Buchausgabe in der Knabenzeitschrift "Der gute Kamerad" erschienen war. Der in ihm thematisierte Kampf gegen Unterdrückung und für Humanität, Menschenrechte und Toleranz ist heute so aktuell wie damals.

Spielerisches Üben lateinischer Formen ist nichts Neues. Aber es muss ja nicht jeder die Arbeit neu machen. Daher gibt es hier ein ZIP-Archiv zum Download, das Dateien enthält, um sich ein Quartettspiel zu den lateinischen Verbformen ausrucken zu können.

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